Über mich
Und trotzdem bin ich viele Umwege gegangen. In Schule, Studium und meinen Partnerschaften. Oft habe ich mich gefragt, warum es nicht auch mal einfach sein kann. Nach der Geburt unseres dritten Kindes kam ich an einen Punkt, an dem ich wusste, dass es so nicht weiter gehen kann. Die Anforderungen im Alltag waren groß und meine Partnerschaft belastet.
Irgendwann ging gar nichts mehr. Ich war erschöpft auf eine Weise, die ich so nicht kannte.
Ich konnte nicht einmal mehr den Briefkasten öffnen – aus Sorge, dort könnten neue Aufgaben auf mich warten. Ohne es damals benennen zu können, rutschte ich in einen ADHS-Burnout. Und der Weg daraus dauerte mehrere Jahre.
In dieser Zeit veränderte sich viel: hormonelle Schwankungen, Stimmungsschwankungen, depressive Phasen und immer wieder das Gefühl: Wer bin ich eigentlich gerade? Denn ich habe mich selbst nicht mehr wiedererkannt.
Also habe ich angefangen zu suchen. Bei Ärzten, in Gesprächen mit anderen Frauen und auf Social Media. Und dabei war ich immer wieder frustriert, weil niemand ganzheitlich auf mich geschaut hat. Niemand konnte mir wirklich helfen, aus diesem inneren Chaos herauszufinden.
Dann entdeckte ich den Minimalismus. Und das war meine Rettung.
Es war mein Versuch, wieder Luft zu bekommen und einen Weg raus aus dem Chaos zu finden. Ich habe etwa 60 % unserer Dinge ausgemistet. Es war herausfordernd und zwischendurch dachte ich, ich würde nie fertig werden. Doch mit jedem Teil wurde es ein bisschen ruhiger in mir und der Alltag wurde leichter.
Die wirkliche Veränderung kam aber erst, als ich angefangen habe, alles zusammen zu sehen. Meinen Alltag als Mama von 3 Kindern, mein Nervensystem, meine Hormone und als ich meine ADHS-Diagnose bekam. Dadurch habe ich angefangen, mich endlich wirklich zu verstehen.
Heute bin ich nicht nur Sozialpädagogin, sondern auch systemischer Coach, ausgebildete Wechseljahresbegleiterin, ADHS-Trainerin und Inklusionscoach. Ich habe mich intensiv weitergebildet rund um Neurodivergenz, Hormone und all das, was unser Leben beeinflusst.
Auf meinem Instagram-Kanal @frau.wonnevoll teile ich meinen individuellen Weg mit allen Auf und Abs.
Ich spreche über ADHS, Hormone und Minimalismus und nehme euch mit in unseren ganz normalen, manchmal chaotischen, aber oft wunderschönen Familienalltag.
Heute möchte ich Frauen begleiten, die sich ähnlich fühlen wie ich damals.
Die spüren, dass es so nicht weitergehen kann, aber noch nicht wissen, wie ein anderer Weg aussehen könnte.
Weil ich weiß, wie es sich anfühlt und dass es leichter werden kann. ❤︎

